Montag 28. Mai 2018
petitshoo2-biblio, Vater und Baby beim Lesen

Wie kann ich mein Kind fördern?

 

Sprachförderung beginnt schon sehr früh. Babys hören die Stimme der Mutter bereits vor der Geburt und danach erkennen sie diese rasch wieder. Neugeborene lauschen fasziniert, wenn man mit ihnen spricht. Sie beobachten das Gesicht von Mama und Papa und versuchen schon in den ersten Lebenstagen Mundbewegungen nachzuahmen. Eltern reagieren auf dieses Interesse des Babys intuitiv. Das Neugeborene halten sie so, dass es das Gesicht klar erkennen kann und sie sprechen mit hoher Stimmlage und einfachen Sätzen, die sie wiederholen.

 

So wie das Baby Laute äußert, Silben bildet und schließlich die ersten Worte spricht, passen die Eltern ihr förderndes Verhalten der Entwicklung des Kindes an. Sie reden mit ihm, wenn es sie zum „Zwiegespräch" auffordert und sie lassen es in Ruhe, wenn sich das Baby mit oft hörbarer Begeisterung seinen „Selbstgesprächen" widmet.

 

Bereits ab vier Monaten wenden sich Babys mit Interesse Gegenständen und der direkten Umwelt zu. So beginnen sie auch Bilderbücher zu entdecken. Sie wollen diese auf dieselbe Art erobern wie andere Gegenstände auch. Sie betasten sie, klopfen mit ihnen, versuchen sie in den Mund zu stecken und zu zerlegen. Erst am Ende der „Versuchsreihe" steht das gezielte Betrachten der Bilder. Dieses natürliche Entdeckungsbedürfnis beantworten Erziehende, indem sie Bilderbücher auswählen, die diesen Experimenten standhalten. In diesem Alter geht es nicht um richtig oder falsch, sondern um die Freude am Sprechen und am Buch.

 

Das Kleinkind erweitert seinen Wortschatz laufend. Dabei benützt es häufig folgende Reihenfolge - es erkundet einen Gegenstand oder macht etwas, um danach mit einem fragenden Blick bei Mama oder Papa die entsprechende „Bezeichnung" dafür einzufordern. Der Erwachsene benennt den Gegenstand oder die Tätigkeit und gibt so Sicherheit und Bestätigung. Das Kind sucht Antworten bei seinen Bezugspersonen für die vielfältigen Dinge und Ereignisse auf dieser Welt, so auch für die Bilder in den Bilderbüchern. Es entfaltet seine sprachlichen Fähigkeiten und die Eltern sind Vorbild, geben Anregungen und schützen es gleichzeitig vor Überforderung.

 

Kleinkinder beginnen Sätze zu bilden und Was-Fragen, sowie später Warum-Fragen zu stellen. Zweijährige fangen an, erste kleine Geschichten zu erzählen: „Oma Lift fahren - Treppe - bum bum - obi gehn." Nun werden Kurzgeschichten in erzählter oder vorgelesener Form immer interessanter. Ab vier Jahren wird schließlich das autobiografische Gedächtnis erkennbar,   zusätzlich nimmt durch das magische Denken die Bedeutung von Geschichten enorm zu. Eltern und andere Bezugspersonen passen ihr Vorlesen und ihre Geschichten dieser Entwicklung an und bereichern so ihre Beziehung zum Kind.

 

Tipps und Informationen rund um das Vorlesen und Erzählen gibt es in der Broschüre "Aufbruch in die Welt der Bücher", die in Kooperation mit dem Österreichischen Bibliothekswerk entstanden ist.

 

Hier gehts zum Download.

 

 

Hier kann die Druckversion bestellt werden.

 

zurück

Fördern Sie Ihr Kind
beim Sprechen und Lesen!

Wir bieten Ihnen Unterstützung bei der Förderung Ihrer Kinder beim Sprach- und Leseerwerb in allen Altersstufen.

Wählen Sie aus unserem Angebot »

Kinder.Mund
Erkenntnisse, Stilblüten und viel Wahrheit stecken in den Aussagen von Kindern. Wir laden Sie ein zuzuhören und zu teilen.
Judith, 5
"Papa, das hast Du ganz richtig falsch gemacht."
Leonie und Livia, 7 und 3
Leonie und Livia liegen im Bett. Leonie entfleucht ein Rieeeeesenpups. Livia schaut mit großen Augen und sagt:"Gesundheit!"
Emily-Sophie, 9
Wir sitzen beim Abendessen, Emily stützt ihren Kopf ab, gähnt oftmals und reibt sich die Augen.Sichtlich müde sagt sie mit träger Stimme: "Mama heute bin ich richtig BETTAKTIV!"
http://sprache-hilft.at/