Mittwoch 17. Januar 2018

Was ist Elternbildung?

 

In Österreich wird Elternbildung seit Mitte der 1940er Jahre sowohl von öffentlichen Stellen als auch kirchlichen Bildungseinrichtungen angeboten. Dies hat sich bis heute nicht verändert, obwohl die Zahl der Anbieter in den letzten Jahrzehnten wesentlich gestiegen ist. Die Elternbildung  ist im Jugendwohlfahrtsgesetz gesetzlich verankert. Seit 2000  gibt es auch  Bestimmungen, die ihre Förderung regeln. Diese gehen auf das Internationale Jahr der Familie 1994 zurück.  Damals wurden vom österreichischen Nationalkomitee Arbeitskreise zu familienrelevanten Themen eingesetzt. Einer davon befasste sich mit dem Bereich Elternbildung.

 

Seit dem Jahr 2000 wird Elternbildung auf Basis des Familienlastenausgleichsgesetzes gefördert. Seit 2002 ist auch die Ausbildung von ElternbildnerInnen durch ein Gütesiegel für Ausbildungslehrgänge des zuständigen Bundesministeriums (zurzeit: Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend) geregelt. 2011 wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend die aktuell gültige Definition institutioneller Elternbildung veröffentlicht und  gibt damit zusätzlich einen Rahmen für die Bildungsarbeit mit Eltern in Österreich.

 

Hier ist die Definition des BMWFJ nachzulesen.

 

Institutionelle Elternbildung, wie sie hier beschrieben wird,  ist  Teil der Erwachsenenbildung und stellt damit einen Beitrag zum lebenslangen Lernen dar. Sie wird im Rahmen von Kursen, Gruppen, Seminaren und Vorträgen von verschiedenen Trägerorganisationen angeboten und basiert auf der Freiwilligkeit der Teilnehmenden. Es  werden darunter  alle Bildungsaktivitäten in der Weiterbildung verstanden, die Eltern in der Erziehung der Kinder unterstützen wollen. Dabei steht das Motiv der „Hilfe zur Selbsthilfe im Mittelpunkt“.

 

Erwähnenswert sind dabei die Eltern-Kind Gruppen,  die rund ein Drittel der Elternbildungsveranstaltungen ausmachen. Sie stellen eine niederschwellige Form der Elternbildung dar. Wöchentlich treffen sich Eltern (vor allem Mütter) mit ihren Kleinkindern, um den Kindern Begegnungsmöglichkeiten mit Gleichaltrigen zu geben und sich über erziehungsrelevante Themen unter der Leitung einer ausgebildeten Eltern-Kind Gruppenleiterin auszutauschen.

 

Ein weiteres Merkmal von Elternbildungsveranstaltungen im Sinn der Erwachsenenbildung stellt der erwachsenenpädagogische Anspruch dar. Elternbildung ist bestrebt, allgemeine Lernprozesse in Gang zu bringen, die Auswirkungen im sozialen, pädagogischen und politischen Bereich der Familie haben.

 

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